Info-Stationen auf dem Giller am 14.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Informationen auf dieser Seite laufend aktualisiert werden!!!

 

Auf dem Giller werden für den 3. Tag der Biologischen Vielfalt in Siegen-Wittgenstein am 14.07.2019 entlang eines ca. 3,5 km langen Rundweges 10 Stationen (Stationen 2-9) mit Informationen rund um das Thema Biologische Vielfalt auf dem Giller und mit Schwerpunktthema "Wald" errichtet. Der Rundweg kann in beide Richtungen begangen werden. Zusätzlich gibt es Infostände (Station 1) der verschiedenen Veranstalter, an denen sich die verschiedenen Veranstalter vorstellen sowie eine Posterausstellung "Natur des Jahres" (Station 12) am Restaurant/Hotel Ginsberger Heide.

                     Auf dem Rundweg sind Fahrräder zugelassen. Bleiben Sie bitte auf den Wegen, achten Sie auf

                     Fußgänger und fahren Sie vorsichtig!

 

                          

                           Der Rundweg ist für Kinderwagen und Rollstühle nur eingeschränkt barrierefrei! Nehmen Sie

                           Begleitpersonen mit, die Ihnen ggf. auf dem Rundweg helfen!

Kinderprogramm 
Es findet eine Kinderrallye statt, die an jeder Station des Rundweges begonnen werden kann. An jeder Stationen wird neben den allgemeinen Information für die Besucher ein Kinderprogramm angeboten, um auch kleinen Kindern die Biologische Vielfalt nahezubringen. Dabei wird gebastelt, beobachtet und gemalt. Die Betreuung übernehmen Studierende der Universität Siegen.
Essen & Trinken & Co. 
Am Ende des Rundweges an der Station 12 können Sie am Gasthof "Ginsberger Heide" essen und trinken. Toiletten finden Sie an Station 6 und 12.
 
Karte Rundweg auf dem Giller 
 

Info-Stationen entlang des Rundweges auf der Ginsberger Heide  

Klicken Sie auf den Stationsnamen, um mehr über die Station zu erfahren!

 

Station 1 - Infostände 

An der ersten Station des Rundweges, auf dem Sportplatz unmittelbar gegenüber dem Jugendwaldheim, stellen die NRW Stiftung, der NABU Siegen-Wittgenstein, der Naturpark Sauerland Rothaargebirge sowie die Hilchenbacher KlimaWelten sich selbst und ihre Arbeit vor. Zusätzlich zur Vorstellung ihres Bildungsprogrammes für Kitas, Schulklassen und Gruppen, bieten die KlimaWelten an ihrem Infostand auch eine kleine Praxiseinheit über Insekten an. Hierbei werden Insektenpräparate vorgestellt und es wird gezeigt wie Insekten vorsichtig gefangen und bestimmt werden können. Kinder dürfen hier Bienenweiden-Saatkugeln rollen. Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge informiert zusätzlich zum Thema „Verhaltensregeln im Wald“ und bietet hierzu ebenfalls ein Programm für Kinder an. Die Infostände des NABU Siegen-Wittgenstein, der KlimaWelten und des Naturparks Sauerland Rothaargebirge sind auch Bestandteil der Kinderrallye.

Station 2 - Moorwald 

Eine Besonderheit auf der Ginsberger Heide stellt der Karpartenbirken-Moor-Wald dar. Da die meisten Moore in Siegen-Wittgenstein mittlerweile verschwunden sind, ist ein solcher Wald sehr selten. Hier sind speziell an den torfmoosreichen und sauren Untergrund angepasste Arten zu finden, wie zum Beispiel das in Deutschland mittlerweile selten gewordene Sumpfveilchen. Die Biologische Station Siegen Wittgenstein wird diesen besonderen Lebensraum mit seinen speziellen Bewohnern vorstellen.

​​​Station 3 - Vögel  des Waldes 

Zahlreiche Vögel leben in den Laub- und Nadelwäldern rund um den Giller. Die verschiedenen Waldgesellschaften mit ihrem Strukturreichtum und Altholzanteil bieten hier gute Nist- und Nahrungsmöglichkeiten. Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein zeigen Exponate der typischen im Wald lebenden Vögel, aber auch Arten der Übergangsbereiche und halboffenen Bereiche, z.B. den Neuntöter oder Raubwürger. Wie sehen sie aus? Woran kann ich die Vögel erkennen und unterscheiden? Wie leben sie? Bei kleinen Vogelexkursionen um den Infostand können die Vögel beobachtet und die Merkmale der Arten und ihr Gesang kennengelernt werden.

Station 4 - Botanik 

Die Ginsberger Heide besitzt Flächen mit Heide, trockenen Mager- und Borstgrasrasen sowie feuchte Moorwiesen. Umrahmt werden diese zudem von abwechslungreichen Wäldern, die vielen Pflanzenarten Lebensraum bieten. Da lassen sich auf dem Rundweg zahlreiche und  besondere Pflanzenarten wie zum Beispiel Sumpf-Blutauge oder das Wilde Silberblatt entdecken. An der Station 4 werden Frau Eva Lisges und Herr Gustav Rinder vom NABU die Pflanzen der Ginsberger Heide und der angrenzenden Wälder vorstellen.

Station 5 - Ameisen des Waldes 

An dieser Station informiert Herr Willi Brandl von der Deutschen Ameisenschutzwarte e.V. über Ameisen als fleißige und unverzichtbare Bewohner des Waldes. Zusätzlich stellt Frau Dr. Ilka Kureck von der Universität Siegen unter dem Titel „Ein Königreich in einer Eichel“ die Schmalbrustameise (Temnothorax nylanderi) vor. Diese lebt in Kolonien mit weniger als 100 Individuen (häufig sogar weniger als 50) und bewohnt hohle Eicheln und Nüsse sowie Totholz. Da die Kolonien sehr klein sind, lassen sie sich gut sammeln und in künstlichen Nestern halten. Die winzigen Ameisen sind unter dem Binokular gut zu beobachten und die unterschiedlichen Kasten (Königin, Arbeiterin, Männchen) sowie die einzelnen Entwicklungsstadien der Brut (Eier, Larven, Puppen) können identifiziert werden. Für Kinder wird ein „Ameisen-Domino“ angeboten.

Station 6 - Baumrätsel 

Wenn man sich mit dem Wald beschäftigt, kommt man selbstverständlich nicht darum herum sich auch mit den prägendsten Lebewesen des Waldes zu beschäftigen, nämlich mit den Bäumen. Eine Eiche werden viele sicherlich noch erkennen und auch eine Birke stellt keine große Herausforderung dar. Aber schon beim Unterschied zwischen Fichte und Tanne stoßen manche an Ihre Grenzen. Von Ahorn, Linde oder Ulme werden die meisten sicherlich schon gehört haben. Aber könnten sie diese auch erkennen, wenn sie davorstehen? An der Rangerstation auf der Ginsberger Heide kann anhand eines Baumrätsels das Wissen über Bäume überprüft und erweitert werden. Herr Speck von den Rangern am Rothaarsteig steht den Besuchern dabei hilfreich zur Seite.

Station 7 - Waldumbau 

Der Klimawandel stellt die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen. Die Fichte als bisher dominierende Forstbaumart gerät durch Klimawandel und Borkenkäfer zunehmend unter Druck. Darum müssen in der Forstwirtschaft neue Wege gegangen werden. Den Wald fit für den Klimawandel gestalten, ist Aufgabe der Förster in Siegen-Wittgenstein. An dieser Station informiert der Landesbetrieb Wald und Holz über die Problematik der Fichte im Klimawandel und den Borkenkäferbefall. Es wird erläutert, wie durch einen schrittweisen Umbau der alten Fichten-bestände, klimastabile Mischwälder etabliert werden sollen und wie hierbei die natürlichen Kräfte des Waldes, wie Naturverjüngung und Sukzession, genutzt werden können.

Station 8 - Totholz 

Vielen ist es ein Dorn im Auge, verrottende Baumstämme, die im Wald herumliegen oder stehengelassene, abgestorbene Altbäume. Aber auch wenn es unordentlich aussieht, ist dieses sogenannte Totholz doch wahres Gold für die Biodiversität im Wald. Viele Lebewesen sind auf das Vorhandensein von ausreichend Totholz angewiesen und würden aus einem komplett aufgeräumten Wald verschwinden. Dabei sind diese Organismen aber äußerst wichtig für das Funktionieren des Ökosystems Wald. Der Landesbetrieb Wald und Holz lädt an dieser Station dazu ein, das Ökosystem Wald näher kennenzulernen. Hierbei werden auch die Zusammenhänge zwischen Totholz und Artenvielfalt näher erläutert und es wird erklärt, was in einem unbewirtschafteten Wald ohne den Eingriff des Menschen passiert. Hierzu werden kurze Rundgänge angeboten.

Station 9 - Wald mit allen Sinnen 

So vielfältig der Artenreichtum unserer Wälder ist, so vielfältig sind unsere Sinneswahrnehmungen, um diese Biodiversität zu erleben. Herr Melcher vom Jugendwaldheim Gillerberg lädt an dieser Station dazu ein, mit verschiedenen Aktionen den Wald mit allen Sinnen zu erkunden. Es wird einen Barfußpfad geben, auf dem sehend oder blind unterschiedliche Waldböden erlebt werden können. Mit einer Geräuschelandkarte soll der Stimme des Waldes gelauscht und diese verbildlicht werden. Es wird eine Geräuschebox, eine Duftorgel und eine Tastbox angeboten und es können Waldkollagen erstellt und ein Waldmemory gespielt werden.

Station 10 - Rollende Waldschule 

So intensiv wie keine andere gesellschaftliche Gruppe bemühen sich die Jäger darum, Kinder und Jugendliche zurück zur Natur zu bringen. Das geschieht zum einen mit Hilfe von der Rollenden Waldschule. Bei der Rollenden Waldschulen steht die elementare Artenkunde im Vordergrund. Kaum ein Kind kennt heute noch den Unterschied zwischen Hase und Kaninchen. Noch seltener wissen die Kids, wie Dachs, Waldschnepfe, oder Marder aussehen. Die Rollende Waldschule zeigt diese Tiere als fachgerecht gearbeitete Tierpräparationen, die dem "Begreifen" dieser Wildarten dienen sollen. Hier haben Kinder die Gelegenheit zur regelgerechten Begegnung mit den Präparaten. Merkmale wie Federn, Felle, Krallen oder Geweihe können ertastet und untersucht werden. Strukturen und Aufbau von Holz, Knochen und Kleinlebewesen sind in Dosenlupen zu betrachten. Riechen, Tasten, Messen, Wiegen und Unterscheiden sind einprägsame Lernschritte für die jungen Besucher der Waldschule.

Station 11 - Amphibien & Reptilien 

An dieser Station wird Frau Professor Klaudia Witte von der Universität Siegen verschiedene Amphibien und Reptilien vorstellen. Vor allem Amphibien werden von uns oft mit Gewässern in Verbindung gebracht. Dabei leben sie den überwiegenden Teil des Jahres im Wald und überwintern im Waldboden. Auch Reptilien wie die Schlingnatter, Waldeidechse und Blindschleiche sind an lichten Waldstellen zu finden. An dieser Station können die Kinder naturgetreue Modelle von Amphibien und Reptilien in ihrer natürlichen Umgebung entdecken.

Station 12 - Posteraustellung "Natur des Jahres" 

Unter dem Leitmotiv "Natur des Jahres" werden in zahlreichen Kategorien u.a. Tiere, Pilze, Pflanzen und Lebensräume für ein Jahr in den Fokus der Öffentlichkeit gestellt. Dabei steht im Vordergrund, auf die Besonderheiten, Bedrohung und Schutzmaßnahmen der ausgezeichneten Organismen und Naturräume aufmerksam zu machen. Jeder hat schon mal etwas vom Vogel, Baum oder der Blume des Jahres gehört. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Im Rahmen einer Poster-Ausstellung im „Heidestübchen“ des Gasthofes Ginsberger Heide stellen Studierende der Universität Siegen verschiedene Tiere und Pflanzen des Jahres 2019 vor.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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